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Pfarrer Hans Henning gestorben

Freigericht/Fulda/Juscimeira (Brasilien) (bpf). Im 77. Lebensjahr und im 49. Jahr seines Priestertums ist am 24. August in Juscimeira (Mato Grosso, Brasilien) Geistlicher Rat Padre Hans Henning verstorben.

Hans Henning wurde am 7. Juli 1934 in Bodenrode im Eichsfeld geboren. Nach der Aufbauschule in Heiligenstadt besuchte er von 1948 bis 1953 das Humanistische Gymnasium in Münnerstadt. Die Priesterweihe empfing er am 14. April 1962 nach philosophisch-theologischen Studien in Würzburg, Saarbrücken und Fulda im Fuldaer Dom durch Bischof Dr. Adolf Bolte. Er war dann zunächst als Aushilfe in Sontra tätig, bevor er Kaplan in Hilders wurde. Von dort kam er 1965 als Kaplan nach St. Jakobus in Hünfeld. Im Jahre 1967 wurde er für die Missionsarbeit in Brasilien beurlaubt.

In Juscimeira im Mato Grosso (Brasilien) war er bis zu seinem Tode zusammen mit seinen Brüdern Helmut und Gerhard als Missionar in der Diözese Rondonópolis tätig. Den Kontakt zur Heimat pflegte er in regelmäßigen Heimaturlauben. Seine Pfarrei Campo Verde im weitläufigen mittleren Westen des Landes war von Anfang an stark im Wachsen begriffen. Mit den Menschen vor Ort baute er Kirchen, ein großes Kolping-Sozialzentrum sorgt für berufliche Aus- und Weiterbildung im handwerklichen Bereich. Mit seiner landwirtschaftlichen Absatzgenossenschaft hat er vielen Kleinbauern eine Existenz ermöglicht. Sogar ein landesweites Kreditinstitut, das auf der Raiffeisen-Idee basiert, geht auf seine Initiative zurück. Gerne unterstützte er auch Seminaristen, die aus seiner Pfarrei kamen und den Weg zum Priestertum beschritten. Trotz schwerer Erkrankung und Beinamputation in Deutschland ist er als 75jähriger im vergangenen Jahr wieder an seinen Platz in Brasilien zurückgekehrt. Bischof Heinz Josef Algermissen hatte den als „Padre João“ bekannten Priester 2003 in Anerkennung seiner Verdienste zum Geistlichen Rat ernannt.

01.09.2010

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